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Was ist ein gutes Shop-System?

Was ist ein gutes Shop-System?

Im Moment gibt es für kleine & mittelständische Unternehmen eigentlich nur 3 Shop-Systeme zur Auswahl:

  1. Gambio
  2. ShopWare
  3. WooCommerce

Gambio, ShopWare oder WooCommerce?

Jedes System hat seine Vor- und Nachteile.

Wirklich SEO-optimiert bzw. die Möglichkeiten zu haben, Produkte, Kategorien usw. für Suchmaschinen zu optimieren, sehe ich bei Gambio und ShopWare zwar Ansätze, aber optimal sind beide Systeme nicht. Bei Gambio ist die Einstellung von 301-Weiterleitungen über die htaccess in den Quellcode ohne Möglichkeit die Hits zu zählen etc. total Web 1.0.

Bei ShopWare sind die Zusatzkosten für Plugins wie z.B. 301-Weiterleitungen zwar auf den 1. Blick nicht „so teuer“, allerdings a) läppert es sich und die Plugins kosten schnell mehrere Hundert Euro im Jahr (sind ja laufende Jahres-Lizenzen und keine einmaligen Kosten) und b) kostet es extrem viel Zeit das auszuprobieren bzw. in Foren und Facebook Tests und Kommentare zu lesen.

Was wünscht sich ein Kunde von einem Shop-System?

Im 1. Moment bin ich natürlich genauso einfacher Kunde, wie jeder, der (s)einen Shop aufbauen möchte.

Ich möchte

  • geringe laufende Kosten,
  • einfache Bearbeitung und
  • einigermaßen Sicherheit gegen Hacker-Angriffe.

So weit, so einfach – denkt man.

Fakt ist, dass die großen Shop-Systeme aktuell davon ausgehen, dass man jede Menge Zeit-Ressourcen sowie Mitarbeiter für die Betreuung des Shops hat. Eigene Bilder macht, hochauflösend selbstverständlich. Dann noch pro Produkt pro Bild die Größe so anpasst, wie es die Shop-Software, die Verkaufsplattformen und die Social Media Kanäle wollen. Und der Shop nicht als WaWi verwendet wird, sondern der Kunde natürlich eine eigene Warenwirtschaft einsetzt – was die Kostenspirale weiter nach oben treibt.

Die Praxis könnte nicht weiter entfernt sein, von der Theorie.

Viele Shop-Kunden beginnen mit einem Shop neben Ihrem Ladengeschäft. Sie haben beim Start keine Ahnung, wie aufwendig die Shop-Erstellung und die laufende Betreuung tatsächlich ist.

Wenn sich die Firmen für ein Shop-System entscheiden, spielen meistens eher die laufenden Kosten eine Rolle und weniger die „SEO-Optimiertheit“ des Shop-Systems. Und dann „kennt man Einen, der kennt sich aus und macht mir das“ – ja, das kann schon sein, aber setzt die Person das selbst ein? Wenn ich 5 Produkte zu verkaufen habe, ist Magento vielleicht nicht sooo die passende Lösung! Nur weil ein Freund als Programmierer in seinem Hauptjob einen Magento-Shop für seinen Arbeitgeber mit 50.000 Produkten betreut, ist das nicht das passende System für ein Klein-Gewerbe mit 500 Produkten.

Geld weg, kein Umsatz?

Nachdem dann alles Geld in ein Template bzw. den Shop-Aufbau geflossen ist und nur rudimentäre Kenntnisse der Suchmaschinen und Verkaufsplattformen beim Kunden vorhanden sind, läßt man den Shop auf das Netz los. Nichts passiert. Kein oder kaum Umsatz. Warum? Und dann lesen die Firmen im Netz und kommen „auf SEO“ bzw. auf die Verkaufsplattformen wie ebay und Amazon. Da müssen doch die Kunden sein… – oder? Und haben kein Geld (mehr), weil sie gar nicht wußten, dass das dicke Ende am Schluss kommt. Freisteller für Bilder von ebay, spezielle Bildformate für die einzelnen Social Media Kanäle – davon hören kleine Unternehmen oft zum 1. Mal, wenn der Shop bereits online ist. Ein „zurück“ gibt es dann nicht mehr, dafür wurde bereits zu viel Geld und Zeit investiert.

Der Denkfehler

Die Unternehmen denken: Wenn der Shop erstmal im Netz ist, kommt der Umsatz von Allein.

Das ist der Denkfehler!

Und viele Agenturen unterstützen das am Anfang fleissig, denn wenn das Startkapital erstmal bei Ihnen ausgegeben ist, kann der Kunde sich ja „für die Optimierung“ eine andere Agentur nehmen. Das Geld ist weg, der Shop bringt nichts rein. Viele Kunden machen dann das, was Sie am Anfang hätten machen sollen: hinsetzen und recherchieren, um die Probleme zu lösen.

Lange Rede, kurzer Sinn: schaut bei Shop-Software VORHER genauer hin!

Tipps für Shop-Software

  1. In Facebook und Foren vorher in die Shop-Gruppen reingehen und lesen, was die Leute dort für „Fehler“ haben, welche Probleme mit der Shop-Software bestehen und wie innerhalb des Forums bzw. der FB-Gruppe geholfen wird. Ist das alles aktuell, ist da was los, wird einem da kostenlos geholfen? Was kostet der Support?
  2. Design ist wichtig, aber es darf nicht das gesamte Start-Kapital kosten. Der hübscheste Shop im Netz ist sinnlos, wenn er kein Geld verdient.
  3. Anbindung an Verkaufsplattformen: Bin ich bereit, die Produkte auf ebay und Amazon zu bewerben? Wenn ja: wie ist die Schnittstelle zwischen der Shop-Software und der Verkaufsplattform? Magnalista bei Gambio, ein Template für ebay, da kommen schnell Kosten, die man vorher nicht auf dem Radar hatte.
  4. Produktbilder & Produktvideos – muss ich die erst machen oder ist das vorhanden? Vom Hersteller die 100.000 Kopie des Bildes auf Ebay oder im Shop wird nicht funktionieren – außer ich bin billiger. Will ich das?
  5. Schnittstellen & Zahlungsanbieter: Stripes oder Heidelpay? Business-Konto für PayPal? Sofortüberweisung? International oder National? Wenn die Anbieter erstmal gewählt und eingebunden sind, gibts oft kein Zurück mehr. Vorher genau vergleichen und lesen und nicht nachher im Shop doppelte Arbeit haben.
  6. WaWi & Versand: Soll der Shop als WaWi fungieren oder ein anderes System? Welches System? Was kostet das laufend? Diese Kosten sind oft am Anfang nicht eingeplant.

 

Dieser Beitrag ist entstanden, weil es kein SEO für Gambio von mir mehr gibt.



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Kommentare

Marin 26. März 2018 um 20:45

Ich bin ein Fan von WooCommerce. Alleine das es eine riesen Gemeinschaft hat, welche einem immer hilft. Aber die anderen sind nicht schlecht.


Alexandra 10. April 2018 um 15:53

Ich habe es selbst bei meiner Freundin erlebt – Sie hat einigen Jahre ein Ledertaschengeschäft in der Innenstadt. Durch Infos und Medienbeschallung wurde ihr vor 8 Jahren klar: „Ich brauche einen Onlineshop!“ Die Umsätze im Geschäft waren durschnittlich und bedurften, dass sie selbst jeden Tag im Laden steht plus eine Angestellte. Dann kam der Freund der Freundin und erklärte ihr wie toll es mit einem Internetshop doch laufen würde. Nun musste der Bekannte der Bekannten her, um diesen Shop zu installieren und zu erläutern. Ja aber die Warenpflege und das Marketing musste sie selbst machen. Die Warenpflege bzw. Bestandsaufbau mit Fotos und Artikel beschreibung hat sie erst vor 2 Jahren so richtig abgeschlossen. Marketing und Seo Fehlanzeige. Sie dachte nun kann alles alleienonline laufen und sie sah sich schon entspannt von zu Hause aus arbeiten. Echt schlimm was die Nichtexperten so alles von sich geben und Geschäftebetreiber der alten Schule für Märchen erzählen, die sie selbst nie erfolgreich umgestzt haben. Ich habe sie nun erreichen können, sich letztes Jahr einen wirklichen Profi zu besorgen, der für einen werthaltigen Preis den Shop eingerichtet hat und die Marketingassistentin das Inventar angelegt hat. Pflegen kann meine Freundin nun alleine und das mit einem eingerechneten Zeitaufwand im Geschäft. Für das Seo hat sie sich einen Partner reingeholt, der seine Arbeit versteht. Die nächsten 6 Monate noch, dann ist bei den derzeitigen Umsätzen dieses Investment gerechnet. Ich kann nur wirklich jedem Geschäftebetreiber empfehlen sich von Anfang an Profis reinzuholen.


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