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SEO zum Festpreis

Heute hatte ich wieder einen Anruf: SEO zum Festpreis für 30 Euro pro Monat.

Festbetrag für Position X auf Seite Y?

Ist bei SEO teuer = gut oder je billiger desto besser?

Seriöses SEO vs. Billiges SEO

Wenn man sich manche Kundenanfragen zu SEO auf Portalen wie My-Hammer ansieht, kann einem Angst und Bange um die „armen“ Kunden werden:

Wir haben eine Website erstellt zum Thema Finanzen, die demnächste fertiggestellt wird. Es geht dabei um die Altersvorsorge, Riestere Rente, Rürup Rente, Berufsunfähigkeitsversicherung, KFZ-Versicherung, Private Krankenversicherung sowie die Krankenzusatzversicherung und die Betriebliche Altersvorsorge.
Die Website soll nun so optimiert werden, dass Sie langfristig auf Google Seite 1 kommt, möglichst unter die top5, wenns geht besser.

Wir können einen monatlichen Betrag vereinbaren, oder erfolgsabhängig sobald bestimmte Ziele erreicht sind, was mir lieber wäre.

Die Website heißt xxx.com. Leider ist diese noch nicht online.

Der Betrag, den sich der Kunde monatlich, bzw. einmalig vorgestellt hatte, war 300 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Optimieren auf umkämpfte Keywords

Um auf umkämpfte Keywords langfristig zu optimieren, sind 500 Euro pro Monat (für „Kfz-Versicherung“ reicht das bestimmt nicht) und eine Laufzeit von mindestens 6 Monaten für einen SEO-Vertrag sicherlich Standard für eine minimale gute Leistung. Und nach 6 Monaten ist noch lange nicht Schluss. Wer aufhört, stürzt bei so harten Keys innerhalb kurzer Zeit wieder ab.

Schnell hoch = schnell runter.

Eine Garantie auf eine bestimmte Position ist gar nicht schwer zu geben und ob bzw. wann man die Seite 1 erreicht, ist ebenfalls gar nicht schwer zu garantieren. Bestimmte „Linkbuilding-Arbeiten“ kosten monatlich Beträge zwischen 15 und 50 Euro (pro Backlink und geht auch locker noch viel viel höher) und wenn man das nicht mehr bezahlt, bricht das Ranking ebenfalls wieder ein. Und dann noch die Zeit um das alles zu überwachen.

Google wertet Links nicht sofort nach dem Aufbau, sondern der sogenannte Trust vererbt sich erst mit der Zeit auf die Domain. Bei hochwertigen Backlinks wird der ganze Linkjuice erst nach bis zu 6 Monaten voll gewertet. Noch ein wichtiger Grund, warum man Suchmaschinenoptimierung unbedingt langfristig aufbauen sollte.

Kunden-Abzocke bei schlecht formulierten Aufträgen

Solche Anfragen wie oben bei My-Hammer sind für die „schwarzen SEO-Schafe“ ein gefundenes Fressen. Am Text kann man schon rauslesen dass der Kunde keine Ahnung hat.

Gerade noch die Kurve hat der Kunde mit dem Stichwort „langfristig“ bekommen. Denn wenn ein SEO kurz mal ein paar Hundert Euro  bei so etwas abstecken möchte und der Auftrag ist sooo schwammig formuliert, geht das ganz einfach:

  • Auftrag billigst auf My-Hammer schnappen
  • einmalig AdWords auf die Keywords buchen
  • Screenshot machen wie die Seite zu den Keywords bei Google auf der Seite 1 steht
  • Auftrag erledigt, Geld anfordern

Das ist nicht im Sinne vom Kunden, klar. Aber genauso kann man sagen „er ist ja selber schuld, er hat es ja nicht eindeutig definiert“, also: Pech gehabt.

SEO ist komplex

SEO ist ein komplexer und langfristiger Vorgang.

Häufig falsch beraten von der eigenen Werbeagentur („Wir arbeiten mit der Agentur XY schon seit 10 Jahren zusammen, die machen alles für uns“) gehen viele Unternehmen davon aus, dass SEO erst nach der Erstellung der Webseite „losgeht“.

Der Grund liegt auf der Hand: hat ein Unternehmen z.B. 15.000 Euro Budget für die neue Webseite, holt sich die Werbeagentur doch lieber den kompletten Betrag und verweist den Kunden für die Suchmaschinenoptimierung auf später. Dann ist die Kohle schon mal sicher in deren Tasche. Und ist die Webseite erstmal fertig, ist die Agentur ja auch fein raus. Ist die Seite dann technisch Mist (kaum Content, viel Flash – die üblichen Fehler), hört man von der SEO-Agentur natürlich nicht gerne, dass da erstmal alles neu überarbeitet werden muss.

Kostet wieder Zeit und nochmal Geld!

Gute Suchmaschinenoptimierung von Anfang an

Besser man informiert sich vorher (SEO-Schulung oder liest sich selbst in die SEO-Grundlagen ein), bevor man teuere Projekte unterschreibt und das Geld weg ist.

Oder vermeintlich günstig einkauft, was einen am Ende noch teuerer kommt:

Weil man 2 x zahlt: nachher für die SEO-Arbeit nochmal.

SEO bei neuer Web-Präsenz

Es macht Sinn vor dem Aufbau einer neuen Web-Präsenz die Onpage-Optimierung sowie die Ausrichtung auf die Schlüsselwörter gleich mit einzuplanen.

Wenn Sie AdWords als Marketing-Mittel mit einplanen und zu spät feststellen, dass ihre Anzeige im Bereich „Private Krankenversicherung“ pro Klick etwa 7 Euro kostet, werden sie mit Ihrem Budget von 250 Euro pro Monat nicht sehr weit kommen.

Langfristig zahlt es sich aus, gleich vor und im Aufbau der Webseite einen SEO mit an den Tisch zu holen.

SEO-Dienstleister

Übrigens hat der SEO-Dienstleister schnell aufgelegt, als ich ein paar Fragen stellen wollte. Klar dass auch die Rufnummernübertragung ausgeschaltet war, sonst könnte man nochmal nachtelefonieren, welches Unternehmen das denn nun genau war. Ging ja alles so schnell…

SEO-Kündigungsprobleme

Wer sich für das Thema noch mehr interessiert, dem empfehle ich den Artikel von SEOscene zum Thema SEO-Kündigungsprobleme, wobei Löwenherz auch sehr gut auf die verschiedenen Ansätze des Linkbuildings eingeht.



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Kommentare

Lucien 21. Januar 2009 um 08:37

Es ist am Anfang eines Projektes immer sehr schwer zu beurteilen, wieviel Zeit die Optimierungsarbeiten tatsächlich in Anspruch nehmen werden. Selbst nach einigen Jahren Erfahrung auf dem Gebiet lassen sich darüber keine zuverlässigen Aussagen treffen. Eine monatliche Pauschale abhängig vom tatsächlich erbrachten Arbeitsaufwand empfinde ich daher als ein sinnvolles Modell.

Anfragen, wie dein Anfruf: „SEO für 30 Euro pro Monat“ sind natürlich absolut lächerlich und unseriös. Leider gibt es immer wieder einige gutgläubige Unternehmer, die auf solche schwarzen Schafe hereinfallen.


Florian Weber 16. Februar 2010 um 15:41

Leider hat sich diese Sicht bei vielen noch nicht durchgesetzt, Geiz ist immer noch geil.

Hatte vor kurzem einen Interessenten, der symptomatisch für die Misere unserer Branche war. Kunde bei großer Agentur, 100€ im Monat seit geschlagenen 2 Jahren, Summa Summarum 2400€. Seite selbst aus SEO Sicht solide aber nur 28 Backlinks im Yahoo Site Explorer, nur Schrott. Keywords mit großer Mitbewerberdichte, nicht regional ausgerichtet. Von den Keywords wollte er nicht abrücken, trotz sinnvollen Alternativvorschlägen, mit Prognosen und Statistik. Habe ein vernünftig kalkuliertes Angebot geschrieben, er ist aus allen Wolken gefallen, will nicht so viel zahlen und entscheidet sich bei der alten Agentur zu bleiben, Zitat: „Vielleicht wird es ja noch was, denn soviel wollte ich nicht ausgeben und die haben ja auch schon viel Geld von mir bekommen“. Zumindest ließ er sich überzeugen, die Agentur mal aufzufordern im Klartext dazulegen welche Maßnahmen im welchem Umfang bereits erfolgt wären, warte noch auf Rückmeldung…


SEOwoman 17. Februar 2010 um 00:44

@Florian: Ich kenne keine große Agentur, die Kunden für 100 Euro im Monat nimmt?!? Das machen normalerweise nur die „Call-Center“-Agenturen die in ganz D Firmen anrufen und „SEO für 30 Euro im Monat“ anbieten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du für den „Kunden“ da eine „Rückmeldung“ bekommst. Vielleicht ist DER Kunde bei dieser „SEO-Agentur“ ja ganz gut aufgehoben. 🙂


Thomas Kloos 1. April 2010 um 17:53

Danke für den guten Artikel.
„Billiges“ SEO kommt am Ende oft teurer als gutes, und eben nicht billiges SEO.
Natürlich muss man als SEO Agentur den Preis auch an den Wert, den eine Optimierung für den Kunden bedeutet, anpassen. Meist korreliert das sowieso mit der Stärke der Konkurrenz für die Suchbegriffe in der jeweiligen Branche.
Für den Vertrag finde ich am besten: Ziele klar definieren. Arbeitsaufwand so gut wie möglich abschätzen. Und einen fairen Preis aushandeln.
Billigangebote schaden nicht nur den Kunden, sondern der ganzen SEO Branche.


Florian 30. April 2010 um 03:19

Da wird einem auch klar, warum manche „SEO Agenturen“ mehr Anwälte als „SEOs“ beschäftigen..


Wenn SEO zu günstig ist: Warum SEO zum Festpreis nicht funktionieren kann. 18. Oktober 2011 um 18:03

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