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Google Search Console: Content Keywords

Da hat man sich noch nicht mal mit dem neuen Namen Google Search Console statt Google Webmaster Tools richtig angefreundet (vielleicht wirds ja auch wieder abgestellt, schließlich ist die URL noch die Alte) – da geht eine Veränderung zum schlechten nach dem anderen voran. Jetzt wurde von Google der Bereich Content Keywords komplett abgestellt:

Google Search Console: Content Keywords

Google Search Console Content Keywords


Bild: Darstellung Google Webmaster Tools / Google Search Console Menü Content Keywords bis Dezember 2016 und Heute.

Fakt ist, es ist eine weitere Verschlechterung für die Webmaster von Google. Wie immer ist es kaum genügend durch Google angekündigt worden. Am 29.11.2016 schreibt Google im Webmaster-Blog einen Beitrag über „Good-Bye Content-Keywords“ und stellt die Content Keywords quasi sofort darauf ein. Also kaum noch eine Chance für die Webmaster zu reagieren und sich die Daten noch zu sichern:

Google Content Keywords


Link zum Beitrag: https://webmasters.googleblog.com/2016/11/saying-goodbye-to-content-keywords.html

Sicher kann man sagen, wer die Tools ja kostenlos über Google nützt, da kann Google ja machen was es will. Allerdings muss für die Webmaster schon ein Vorteil durch die Nutzung bleiben, sonst nutzt es ja bald wirklich nichts mehr und wofür sollen sich die Webmaster da dann noch hineinbemühen? Google sägt dramatisch am eigenen Ast.

Jedoch, die Hoffnung stirbt zuletzt, wie Google ja selbst im Blog-Beitrag schreibt, kann man das ja über Google Analytics einsehen. Also, mal reinsehen:

Google Search Console: Content Keywords

Content Keywords: Google Search Console vs Google Analytics


Im Ernst jetzt, das ist kein Ersatz für die Content Keywords in Google Webmaster Tools!!!

Wo wir uns eh in Google Analytics dauernd über die „not set“ Anzeige ärgern dürfen, verlieren wir also jetzt noch die Content Keywords und das soll der Ersatz sein. Ne. Danke Google! #nicht

Im Blog-Beitrag verweist dann Google auch noch auf den folgenden Beitrag über den „Bericht Suchanalyse“ und – manche erraten es schon – treibt einen tatsächlich auf die Suchanalyse in den Webmaster Tools bzw. Search Console. Gerade da drauf! Wo ich mich eh schon seit dem Abstellen ärgere, dass man uns die schöne übersichtliche alte Ansicht weggenommen hat, wir erinnern uns:

Google Webmaster Tools: Suchanfragen

Google Webmaster Tools Suchanfragen


Bild: „Alte“ Suchanfragen in Google Webmaster Tools

Ich bin ja sonst echt nicht der Verfechter von „früher war alles besser“, aber hier fehlen einem doch die Worte! Wo es früher auch für Nicht-Techniker (und das sind nun mal die meisten Webmaster, auch wenn das die Google-Techniker und die meisten SEOs nicht wahrhaben wollen) mit schönen Farben, in grün und rot, mal klar ersichtlich war welches Keyword auf- und abgestiegen ist. Sogar mit Prozent-Angabe!

Technik-Führerschein für Google-Produkte?

Heute brauchst ja schon einen „Technik-Führerschein“ wennst über Google Developer (in Englisch!) überhaupt verstehen willst, was Google dir da sagen will. Schön war die Zeit, als man für Google Analytics noch einen Code-Schnipsel kopiert und eingefügt hat. Heute musst den erstmal den Ländergegebenheiten anpassen, die Unterlagen nach Irland schicken (die Bearbeitung kann aktuell bis zu mehreren Monaten dauern) und so weiter. Klar ist da jetzt direkt nicht Google dran schuld, sondern unsere Gesetze in D. Doch wenn man den ganzen Aufwand auf sich nimmt, dann muss man auch einen Vorteil davon haben. Hiermit schwinden aber die Vorteile. Vielleicht finden das paar mathematische Programmierer-Tabellen-Freaks im CEO-Bereich geil, wenn Sie jede Metrik extra auswerten können. Für das Groß der Nutzer ist jedoch Übersichtlichkeit, EINFACHE Steuerung und Implementierung sowie übersichtliche Navigation viel sinnvoller. Wer hat denn im Onlineshop-Business Stunden und Tage Zeit sich dauernd in die Google-Änderungen von Analytics einzuarbeiten? Wennst 1x im Monat reinschaust, deine Zahlen sehen willst und dich jedes Mal erst durch und in die neue Navigationsoberfläche klicken musst! Dauernd alles anders – aber leider nicht besser. Da muss ein paar Google-Technikern aber echt einer abgehen, bei den vielen Technik-Änderungen – anders kann ich mir das nicht mehr erklären was hier läuft! #nutzerfeinlich

Stirbt Google Analytics?

Mich wirds nicht wundern, wenn Google Analytics Nutzung in den nächsten Monaten / Jahren rückläufig wird, eigentlich kann man das jetzt schon guten Gewissens Kunden in Deutschland nicht mehr anbieten. Eher PIWIK für Tracking. Wir bieten übrigens für unsere Kunden einen eigenen PIWIK-Server an und Tracking im Jahr (Preis Dez. 2016) pro Domain für 25.- Euro netto. Garantiert ohne Google und Datenschutzkonform für Deutschland.

Danke Google! #nicht

Langsam dürfte sich mal was verbessern, wenn es verändert wird und nicht dauernd verschlechtern! Und ich darf jetzt wieder alle Folien für meine Webinare ändern… #gnarf



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Kommentare

Marco 14. Dezember 2016 um 11:22

Wäre mal interessant zu wissen, was Google damit für Ziele verfolgt. Eigentlich soll doch immer alles optimiert und nicht verkompliziert werden?! Um den Grund wird Google aber sicherlich ein Geheimnis machen.


Mani 9. Februar 2017 um 18:23

Google und die leidigen Umstellung. Finde vorallem abseits dieser Thematik die ganze Adwords Umstellung schrecklich. Einfaches SEO ohne Adwords Budget mit wagen Google Angaben zu den Suchvolumen? Was genau bedeutet zwischen 100 und 1000 Suchanfragen im Monat? Googles Verhalten wandelt sich momentan aus meiner Sicht stark zum schlechten.


Samuel 11. November 2017 um 09:16

Ich war gerade verzweifelt auf der Suche nach den Content-Keywords und bin dabei auf deinen Blog gestoßen. In den letzten 1-2 Jahren schafft Google echt viele nützliche Features/Tools ab. Das man z.B. beim Keyword Tool nur noch als zahlender AdWords Kunde die genauen Suchanfragen sieht hat mich damals auch tierisch aufgeregt.

Insgesamt verstehe ich ehrlicherweise auch nicht wohin Google mit dieser Strategie hin will. Obwohl es gegen die bisherige Strategie und die Historie spricht, fühlt es sich tatsächlich so an als ob sie viele Tools monetarisieren möchten. Nach dem Motto erst durch kostenlose Tools Marktmacht an sich reißen und dann wenn es keine Alternativen gibt die User bezahlen lassen. Ich glaube/hoffe allerdings, dass diese Strategie nicht aufgehen wird.


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