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5 Tipps für Handy Sicherheit

5 Tipps für mehr Sicherheit auf dem Handy gegen Cyberangriffe.

1. Updates machen

Die unterschiedlichen Versionen der Betriebssysteme – gerade auf älteren Endgeräten – sind ein gefundenes Fressen für die Hacker. Die Hersteller sind durch die Updates der Betriebssysteme bemüht die aktuellen Sicherheitsstandards zu erfüllen. Wer mit einem Update 2 Wochen wartet, läßt eine Schwachstelle offen, die in der neuen Version schon geschlossen ist. Das Gleiche gilt für Systeme die durch Jailbreak (iOS) oder durch Rooten (Android) manipuliert sind: dabei werden Sicherheitsfunktionen ausgeschaltet, die vom Hersteller gesperrt wurden.

2. Offizielle Quellen nutzen

Apps grundsätzlich nur aus offiziellen Quellen, wie Apple Store oder Google Play, runterladen. Auch dort gibt es keine 100% Garantie, aber zumindest eine Sicherheitsprüfung und Verifzierung der Hersteller.

3. App-Berechtigungen prüfen

Welche Rechte fordert eine App an und sind diese wirklich für die Funktion sinnvoll und notwendig? Wie im o.g. Beispiel: wofür sollte eine Taschenlampen-App Zugriff auf die Kontakte bekommen? Gerade kostenlose Apps und insbesondere konstenlose Spiele verlangen fragwürdige Zugriffsrechte – nichts ist umsonst, warum sollte jemand ein Spiel oder eine App kostenlos zur Verfügung stellen? Häufig „zahlt“ man unbewußt mit seinen persönlichen (Kontakt-)Daten!

4. Vertraulichkeit beachten

Wo liegen die eigenen Daten, wenn Sie in der „Cloud“ sind? Auf einem Server mit Standort „irgendwo“ auf der Welt. In eine Cloud sollten grundsätzlich nur Daten abgespeichert werden, die Sie auch sonst „öffentlich“ zugänglich machen würden. Sensible Daten oder persönliche Bilder gehören nicht in eine Cloud.

5. Vorsicht bei Freigaben

Schnell ist einer Spiele-App die Freigabe auf Facebook erteilt – und selten prüfen Privatpersonen die App-Freigaben in sozialen Netzwerken und löschen alte Freigaben wieder. Alte Apps die nicht mehr benutzt oder benötigt werden: löschen. Auf Facebook regelmäßig die Freigaben prüfen und überlegen, ob jetzt wirklich jedes Spiel den Zugriff auf die persönliche Freundesliste braucht.

Die größte Lüge im Internet

Die größte Lüge im Internet ist: „Ich habe die AGB gelesen und verstanden“ – niemand liest das, jeder klickt „Ja“.

Das Risiko ist hoch: was wir virtuell unterschreiben ist unbekannt. Wir geben mit dem Klick Rechte ab, die wir so weder Google noch Facebook freiwillig geben würden. Aber wir freuen uns über die kostenlosen Dienste und zahlen „unsichtbar“ mit unseren Daten.

Darum sollte jedem Handy-Nutzer klar sein:

  • Jedes Handy-Gespräch wird aufgezeichnet!
  • Jeder Standort ist nachvollziehbar!
  • Jede Chat-Nachricht wird gespeichert!
  • Jedes Bild aus Chat oder Foto-Album ist auf einem Server irgendwo auf der Welt abgelegt – selbst wenn wir es auf unserem Gerät löschen!

Auf dem Handy hat man keine Privatsphäre – man ist gläsern und weiß nicht wer alles genau hinsieht!

Mehr Informationen zum Thema:

  • Warum Smartphones für Hacker so interessant sind
  • Die 2 häufigsten Angriffsarten auf Handys
  • Wie Hacker die Kontrolle über Smartphones bekommen

findet Ihr in unserem Artikel: CYBERANGRIFFE


5 Tipps für Handy-Sicherheit#itsecurity

Posted by Alexandra Lindner on Dienstag, 22. März 2016




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Kommentare

Rias 25. März 2016 um 22:14

ich muss wirklich zugeben das dass auch ich noch nie in meinen Leben ein AGB gelesen habe.


Anton 30. April 2016 um 21:54

Das finde ich sehr gruselig das man eigentlich alles mithören kann bzw man immer nachvollziehen kann wo man ist und was man grade macht. Umso moderne die Technik umso weniger die Privatsphäre


Nina 3. Mai 2016 um 21:03

Hallo Alexandra,

ein guter Beitrag! Viele gehen mehr als leichtsinnig mit ihren Geräten und somit auch mit ihren Daten um. Vor allem zum Thema App Berechtigungen habe ich schon Sachen gesehen, bei denen man am besten einfach nur Kopfschüttelnd die Apps wieder löscht, dennoch werden sie von hunderten oder tausenden täglich benutzt…

Lg Nina


Dieter S. 24. Mai 2016 um 12:33

Zu diesem Thema möchte ich hier noch vor allem „Whats App“ anführen. Viele nutzen diesen Messenger und bedenken aber nicht, dass in dessen AGB (die ja meistens nicht gelesen werden) der Zugriff auf das persönliche Telefonbuch des jeweiligen Nutzers standardmäßig festgelegt ist. Dieser Zugriff lässt sich aber nicht ohne wesentliche Funktionseinbußen verhindern. Auch ist in dessen AGB angeführt, dass alle persönlichen Daten des Nutzers zur Analyse, Weiterentwicklung und Eigenwerbung verwendet werden dürfen. Es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob also „Whats App“ mit Nutzerdaten in dieser Hinsicht auch tatsächlich sicher umgeht.


Hans 5. Juni 2016 um 07:05

Ich stelle immer wieder fest wie gedankenlos viele Leute mit Updates umgehen. Speziell wenn eingeschaltet ist das nur bei WLAN upgedatet werden soll. Oftmals kommen sie tagelang zu keinem Hotspot und dann wird lange nicht upgedatet.


Jörg 7. Juni 2016 um 18:42

Ein guter und interessanter Artikel zur Handy Sicherheit. Es ist schon erstaunlich wie viel man verkehrt machen kann.


Jürgen 21. Juni 2016 um 13:05

Welche Alternativen hat man den schon? Wenn man den Tollen Satz mit der AGB nicht einwilligt, erhält man nicht das wonach man vorher gesucht hatte… Also nichts wirklich neues, Schade!


Karola 22. Juni 2016 um 13:43

Wenn ich weiß, das mein Handy quasi „gläsern“ ist, muss ich eben permanent darauf achten, welche Daten ich eingebe und eben auch von anderen empfange. Wichtige Dinge mache immer noch lieber daheim am PC, wie Bankgeschäfte und Online-Einkäufe.


Kai 16. Juli 2016 um 04:29

Danke für die Tollen Tipps, leider gibt es ja heute genung Idioten die versuchen das Privat Handy zu hecken.


Svenja 16. August 2016 um 13:27

Durch solch einen Artikel wird einem mal wieder bewusst wie stark wir unsere Privatsphäre durch so etwas Alltägliches wie den Handygebrauch aufgeben.

Da bleiben einem eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Die Augen verschließen vor solchen Tatsachen und weiter machen wie bisher oder aber sehr genau jede Handlung vorher überprüfen und mögliche Einschränkungen einkalkulieren.


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