Leistungsschutzrecht

Das Leistungsschutzrecht soll kommen in Deutschland.

Was das bedeutet kann man hier nachlesen oder in 4 Minuten anschauen:

In Zukunft soll also jeder – auch noch so kleine Textschnipsel – genehmigungs- und/oder gebührenpflichtig werden. Das bedeutet: auch die kleinen Textauszüge in Suchmaschinenergebnissen, wie z.B. Google.

Dabei hat die Slowakei längst eine bessere Lösungen gefunden, dort läuft bereits eine Paywall und es funktioniert. Motto: “So einfach wie möglich!” 

(ab 2:25 wird es interessant)

Normale Inhalte (Sport, Kultur etc.) und News sind dabei frei verfügbar. Das Geheimnis: ein Payment-System für alle Verlage.

Der Leser bezahlt für einen Monat Zugang zu 52 Webseiten von 9 Verlage nur 3,90 Euro – mit 3 Klicks zur Zahlung. Sehr sehr leicht! Das System wird gerade auch in Polen “installiert”.

Gegen das Inkrafttreten des Leistungsschutzrecht-Gesetzes läuft gerade ein ePetition, die man hier mitzeichnen kann. In dem Fall werde ich das nicht tun. Egal wie es kommt, für die Verlage ist diese Lösung schlecht. Ein weiteres Gesetz verkompliziert die Lage nicht nur für Google, sondern für alle im Netz inklusive der Verlage selbst. Die Gerichte sind sowieso dauerüberlastet.

Abmahnwütige (unterbezahlte?) Anwälte werden wieder viel neues Futter finden. Ein Grund mehr seine Webseiten aus Deutschland rauszuverlagern? Oder gleich den ganzen Geschäftssitz?

Egal wie es kommt: Alles wird gut 🙂

Oder was meint ihr, habt ihr schon mitgezeichnet?

Update am 22.10.212

Die Brasilianischen Verlage haben es als Erste probiert:

Googlewatchblog: Brasilien: 154 Zeitungen verschwinden aus den Google News

Anmerkung:

Das bestätigt meine “Vermutung”, daß Google auch hier in Europa keinen Cent auf den Tisch legen wird. Warum auch? Verlage träumt weiter…

Nachtrag am 12.12.12

Wie Golem berichtet: “…können Facebook, Twitter und URL-Shortener wie Bitly, Monitoring-Dienste wie Topsy und RSS-Dienste (Feedreader) demnach unter das Leistungsschutzrecht fallen…”

 

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