SEOline zieht Abmahnung gegen SISTRIX zurück

SEOline hat seine Abmahnung gegen SISTRIX zurückgezogen.

Wie aus den Geschäftsführerkreisen bekannt wurde, hatte SEOline mit SISTRIX ein persönliches Gespräch.

Stellungnahme von SEOline

Die Stellungnahme von SEOline wie folgt:

Die Abmahnung gegen SISTRIX war eine überzogene Reaktion auf eine Aneinanderreihung von Vorfällen der vergangenen Wochen. Das juristische Vorgehen seitens Seoline bezog sich hierbei nicht auf SISTRIX oder auf die Bloggergemeinde im Gesamten, sondern auf vereinzelte Kommentare, die mit der Darstellung falscher Tatsachen Wasser in die Mühlen derjenigen schütteten, die weiterhin scheinbar nicht an der Aufklärung von Fakten in der SEO-Szene interessiert sind.

SEOline will mehr auf Onpage-Optimierung setzen

Die Abmahnung an SISTRIX durch SEOline hatte einen SEO-eigenen Hintergrund:

SEOline selbst sowie einige Kunden waren durch eine Änderung des Google-Algorythmus Anfang des Jahres abgestraft worden. Dies zog eine massive Verschlechterung der Webseiten bei den Google Suchmaschinenergebnissen nach sich.

SEOline schreibt nun in seinen News:

Auch für uns war eine manuelle Versetzung die Folge. War dies allein schon ärgerlich genug, wurden unglücklicherweise auch fünf unserer Kunden in die Maßnahme mit einbezogen…

und weiter:

Die wichtigste Lektion, die wir aus dieser Geschichte gelernt haben: Die SEOLINE GmbH wird das Risiko einer unbewussten Grenzüberschreitung unter keinen Umständen mehr eingehen.

Kommentare beim Index-Watch von SISTRIX war Stein des Anstosses

Der Index-Watch von SISTRIX beobachtet monatlich die Top-100 Gewinner und Verlierer.

Dabei sind auch von Google abgestrafte SEOline-Kunden aufgetaucht.

Nachdem diese Seite wie in Blogs üblich für Kommentare freigeschaltet ist, konnten sich andere Blogger in den Kommentaren austauschen.

Genau darüber hatte sich SEOline nun geärgert, nachdem negative Statements einiger Blogger unter dem Indexwatch aufgetaucht sind.

Ob das nun tatsächlich enttäuschte SEOline-Kunden waren oder konkurrierende SEO-Agenturen die Chance genutzt haben, SEOline negativ darzustellen, kann nicht nachvollzogen werden.

Kommentare geben nicht immer Wahrheit wieder

Ob hinter Kommentaren tatsächlich immer die stehen, die sie angeben zu sein, wird in SEO-Kreisen sowieso stark bezweifelt.

Da stellen sich “harmlose” Fragende gern als ahnungslos hin. Mit mehreren angemeldeten Konten werden auf die eigene Frage dann böswillige Kommentare gegen Personen oder unternehmerische Mitbewerber eingefügt.

Das ganze funktioniert auch anders herum und dabei werden in den Foren oder bei Produktbewertungen die eigene Firma sowie die eigenen Produkte mittels gefälschter Accounts in den Himmel gelobt (bzw. positiv bewertet).

Wie schwer absichtlich schlechte Bewertungen durch Mitbewerber wieder zu entfernen sind, kann man hier am Beispiel von Amazon beim Buch Website-Boosting sehr gut sehen.

Welche Ausmaße dies in unmoderierter Form annehmen kann, sieht man im Google Groups Thread zum Thema SEOline sehr gut.

Fazit:

Im Internet wie im wahren Leben darf man nicht alles glauben, sondern erstmal nachdenken.

Und selbst Wikipedia ist leicht zu manipulieren.

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4 Kommentare zu “SEOline zieht Abmahnung gegen SISTRIX zurück”

  1. Johannes
    14. März 2009 um 13:33

    Der eine (!) Kommentar um den es in der Abmahnung ging war echt, ich habe mit der Verfasserin telefoniert. Auch entsprach er der Wahrheit, es gab also keinen Grund, dagegen juristisch vorzugehen.

  2. Internetende
    15. März 2009 um 23:38

    …ich denke nicht, das eine Änderung des Google Algo der Grund für die Abwertung der Seiten von Seoline war. Da wurde bestimmt eher händisch eingegriffen.

  3. Mario Fischer
    16. März 2009 um 09:42

    Das Fazit von SEO-Woman:
    >”Im Internet wie im wahren Leben darf man nicht alles glauben, sondern erstmal nachdenken.”
    ist nur allzu wahr! Aber da liegt das Problem des Social Webs verborgen. Früher haben die Menschen alles geglaubt, was im Fernsehen kam und in den Zeitungen stand. Jetzt glauben Sie alles, was auf dem Bildschirm in ihrem Browser steht. Die Menschheit ist ja nicht klüger geworden in den letzten Jahren. Und die Gutgläubigkeit -wenn es nur einigermaßen plausibel klingt- ist nach wie vor da.

    Meist ist es ja noch nicht mal Absicht, wenn Schwachsinn verbreitet wird. Oft glauben die Schreiber das ja selber. Die Demokratisierung der Medien (jeder darf jetzt “Journalist” und “Verleger” gleichzeitig spielen und jeder hat auch was zu “sagen”) bringt nichts anderes an die Oberfläche, was uns die Bildzeitung und RTL&Co schon länger vormachen. Der Durchschnittsbürger mag es gerne seicht. Nachdenken hemmt eher den Spaß…

    Eine interessante Nebenerscheinung hat das Web allerdings schon: Der aufmerksame und kritisch Webnutzer kann jetzt recht gut erkennen, wie schlampig viele bekannte Medien recherchieren und welchen Unsinn auch sie zum Teil drucken und senden. Das war früher nicht so einfach! Man kam nicht so leicht an aktuelle Informationen ran (als Leser). Heute erkennen wir, dass auch dort nur mit Dampf gekocht wird. Hebt man den Deckel hoch, ist der Dampf weg und der Topf oft leer… ;-)

  4. Lonesome Walker
    20. März 2009 um 19:53

    Wenn man bedenkt, daß ich mich damals dagegen entschieden hatte, Seoline abzumahnen, fand ich die Aktion mehr als nur dreist.

    Egal, ich betreue mittlerweile selbst mehrere ehemalige Kunden von denen;
    wenn man sich die Backlinks dazu ansieht, kann man sich selbst ein Urteil bilden ;-)

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