Es scheint vielen fast allen Nicht-SEOs die täglich selbst im Internet surfen nicht bekannt zu sein, dass die (ok, inzwischen nur noch gaaaanz leicht farblich abgegrenzten) gelb hinterlegten Anzeigen oberhalb von organischen (Ups, Fremdwort? organisch = nicht bezahlt, kommt dann unter den bezahlten Anzeigen…) Suchergebnissen, bzw. die Anzeigen rechts von den Suchergebnissen bezahlte Werbe-Anzeigen (rot markiert) namens Google AdWords sind.

Aber wenn man sich schon so weit nicht “auskennt” wäre doch die Folgerung, dass eine AdWords-Anzeige der “Platz 1 in Google” ist auch eine logische Schlußfolgerung, aber eben SEO-technisch eine Falle FALSCHE!
Platz 1 in Google bei Ebay kaufen
Einen Platz 1 in Google kann man sich auch NICHT für 29,90 Euro bei Ebay kaufen, auch wenn das Angebot für Laien noch so interessant klingen mag.

Warum ist SEO teuer
Selbstverständlich kann man verstehen, wenn viele Firmen-Inhaber oder Marketing-Fachleute angesichts der Preise für SEO-Dienstleistungen nach “günstigen Alternativen” suchen.
Es gibt jedoch kein SEO zum günstigen Festpreis und ich würde jedem empfehlen sich kurz in die SEO-Grundlagen einzulesen, bevor er verschiedene SEO-Agenturen anschreibt und versucht da die Preise zu vergleichen um etwas günstiges zu finden.
WENN ein SEO überhaupt für Kunden was macht (denn die meisten bauen lieber sogenannte MfA-Seiten *duck* oder Affiliate-Seiten), dann wird aufwendige Onpage-Optimierung häufig manchmal durch reines Offpage-SEO in Form von Backlink-Aufbau ersetzt.
Die Frage ist: welche Ziele hat man im Internet und die Antwort darum ganz einfach:
Es kommt drauf an…
Ziel(e) + Marketingstrategie = SEO-Basis
Ein Onlineshop braucht eine andere Strategie als eine News-Seite oder eine reine Webpräsenz eines Unternehmens und damit auch eine komplett andere SEO-Strategie.
Dann kommen noch Punkte dazu wie:
- Alter der Domain
- Bestehende Backlinks
- Budget-Rahmen und Zeit-Rahmen
Und mit den 3 Punkten habe ich das Thema erstmal nur angeschnitten…
Google mag Linkkauf nicht
Google ist gegen Linkkauf und straft Projekte die dazu verpetzt gemeldet werden rigoros mit Penalty etc. ab.
Bereits seit Monaten wird das Thema Linkkauf von russischen und polnischen Seiten in den SEO-Blogs rumgescheucht. Eine gute Zusammenfassung dazu ist auf SEOscene zu finden.
Also erstmal Hausaufgaben machen: Ziele und Strategie definieren, dann bei der eigenen Webseite anfangen zu optimieren. Dann nachsehen was sich wie gut oder schlecht ausgewirkt hat und wieder “neu einstellen” sprich optimieren. Hört sich nach Arbeit an, oder? Genau, darum ist SEO auch nicht billig!
Nachtrag:
Dazu gleich noch ein passender SEO-Witz mit dem Titel “Erster Platz” von und für die Kunden-aus-der-Hölle:
Kunde: „Wir möchten bei Google auf Platz eins stehen!“
Agentur: „Vielleicht sollten wir erst einmal Ihren Internetauftritt überarbeiten. Es gibt kaum Content, technisch ist er auf einem Stand von vor 10 Jahren, und auch das Layout scheint schon ein paar Tage alt zu sein.“
Kunde: „Nein, nein, das machen wir alles später. Erst mal müssen wir bei Google ganz oben sein!“










Twitter
Facebook
Flickr
YouTube
Google
Digg
Das viele die mit dem Internet täglich beruflich zu tun haben, nicht über den Tellerrand hinausschauen ist leider traurige Wahrheit und auch in anderen Bereichen leider Gang & Gebe, so lange wird es auch diejenigen geben, die Ihnen für “29,90€” Leistungen verkaufen, die keine wirklichen Leistungen sind.
Wenn nicht viele Internet-Unternehmer derartig unwissen wären, bräuchten Sie auch nicht auf die SEO-Angebote hereinfallen, die oftmals nicht mehr bieten, also SEO-Tipps, die man auf jeder zweiten Website erhält. Ein SEO-Buch kaufen würde in der Tat mehr bringen. Doch solange beide Seiten davon Leben können, gehts weiter…
Schöner Beitrag. Hab mir Deine Seite mal zu meinen Favoriten gelegt.
Salu2 MXWorker
Spannender Beitrag. Auf dem Gebiet gibt es einfach zu viele non-checker!
Manche Leute müssen einfach mal ihr Lehrgeld bezahlen und 30 Euro verbrennen. Etwas logischen Menschverstand sollte man doch von jedem erwarten, der meint, mit seinem Unternehmen auf Platz 1 bei Google sein zu müssen.
Hy,
also Florian ich bin genau deiner Meinung. Die Leute die auf sowas reinfallen sind selber Schuld, wie soll man für 30 € bei google auf Platz 1 kommen ? Das gleiche wäre wenn ich beim Auktionshaus einen neuen Mercedes kaufe für 1000 €. Dann bin ich selber Schuld wenn ich Geld überweise.
SEO ist wirklich sehr aufwendig, wenn man es richtig machen will. Man muss auf sehr vieles achten und wie bereits erwähnt eine Strategie finden. Dies sind jedoch viele Leute nicht bereit zu bezahlen.
Hi Alex,
wow, Du hast ja ne ordentliche Karriere im SEO Geschäft hingelegt. Scheinst ‘ne ziemliche Nummer zu sein und das in verhältnissmässig kurzer Zeit.
Respekt! Kannst mir ja vielleicht mal ein paar Nachhilfestunden in Punkto SEO geben.
Aber zurück zum Thema:
Grundsätzlich kann so was schon machbar sein, kommt auf das Keyword an.
“Schinkenbrotkäsesandwich mit Senf” würde ich auch für 29,95 auf Platz 1 bringen “Kreditvergleich” wohl eher nicht.
Normalerweise laufen die Ebayangebote sowieso nach dem gleichen Schema ab:
mit Scrapebox, XRumer, Bookmarking Deamon, oder Webkatalogsubmittern auf die schnelle 500-2000 Links auf die Startseite mit 1-5 Keywords ballern und hoffen, daß die Domain nicht abraucht bevor der Kunde gezahlt hat.
Aber gut wer meint Platz 1 gibt’s innerhalb von 2 Wochen zum Dumpingpreis, der hat es auch nicht anders verdient.
Herzliche Grüße aus Schwarzenbruck
Oliver Schwarz
PS: ich hoffe den drei (nicht mehr so) kleinen geht’s gut!?
@oliver
Du magst Recht haben, aber schon mal drüber nachgedacht das es vielleicht in anderen “Branchen” sehr viele Menschen gibt, denen es egal ist, wie lang eine Domain oben ist? Dann kommt eben die nächste, und wenn die eine nicht mehr auf Platz eins ist, aber n Pr von 3 oder 4 hat, werden die Links eben bei Teliad verkauft.
Oder eben mal schnell im Bundle die nächsten 20 Domains gekauft, oder man nimmt ein paar alte abgelegte Domains die paar gute Links noch drauf haben und schon hat man pr starke seiten.
Und wenn paar Domains abrauschen und auch Linkverkauf nichts mehr nutzt, who cares, bei zig Endungen hat man ja auch noch zig Möglichkeiten Seiten zu registrieren
Ich nenn das zwar eher “Domainverbrenning” aber das is eben so.
@schwachmat
Klar gibts genug Leute, die Domains extrem pushen und wissen, dass die Seite sich nach spätestens 2-3 Monaten verabschiedet. Ich glaube aber nicht, dass die Ihre Dienstleistung über Ebay beziehen – da gibts bessere Marktplätze.
Zum PR züchten taugen die erwähnten Methoden auch nur bedingt, weil auf Masse statt Klasse gesetzt wird. Mehr als PR2 kannste damit gewöhnlich nicht schaffen (fraglich ob der PR überhaupt noch mal relevant wird – gibt ja kaum noch Updates).
Das oben erwähnte Angebot richtet sich an Naive, Neulinge, oder Volltrottel. Jemand der ernsthaft von seiner Webpräsenz lebt wird auf so was (hoffentlich) nicht hereinfallen.
Die kann man mit ganz anderen Angeboten verarschen, wie EDU und GOV Links (ein Hoch auf das Halbwissen!).
Und das von Dir erwähnte Domain-Snapping machen mittlerweile leider auch schon zu viele. Man bekommt kaum noch ordentliche ausgelaufene Domains – gut ab und zu ist doch mal ein Juwel dabei.
Wenn es so einfach wäre, würde ich nichts anderes machen wie PR züchten und bei Teliad & Co verschachern, Casino – Poker – Dating – Kreditvergleich – Potenzpillen usw. Seiten aufziehen mit Links vollballern – in der Hoffnung auf 4 gute Wochen und wenn weg, dann die nächste(n) aufziehen. Das machen aber andere, mit wesentlich mehr Ressourcen als ich schon im großen Stil.
Das Blackhatlinkpushing taugt gerade noch um die Linkpopularität bei Satelliten und Linktauschseiten aufzupeppen und gekaufe Links zu kaschieren, Rankingerfolge erzielt man damit kaum.
Für einen Anfänger wie mich ist es doch sehr interessant zu lesen auf was ich alles achten muss/soll…
Spitzen Witz,
ich habe sehr gelacht.