Männer, die Verlierer der Evolution?

Marcus Tober hat in seinem Beitrag “Männer, die Verlierer der Evolution?” den sehr sehr schlechten Artikel vom Spiegel  “Männer in der Sinnkrise: Das vergessene Geschlecht” also “Männer als Looser” kritisch betrachtet.

Mal ein paar kurze Auszüge und Statements dazu:

Galt das männliche Geschlecht früher als das durchsetzungsfähigere, manchmal auch “überlegene”, zumindest aber dominierende, haben sich die Verhältnisse offenbar grundlegend gewandelt.

Was sind die Ursachen dafür? Werden Jungen benachteiligt, so eine verbreitete These, weil sie heutzutage überwiegend unter weiblicher Regie aufwachsen? In Kindergarten und Grundschule erziehen inzwischen fast ausschließlich Frauen, und zu Hause dominieren die Mütter, während Väter häufig stark von ihren Jobs beansprucht werden – oder gar getrennt von der Familie leben.

Hat sich die Gesellschaft zu sehr auf die Förderung von Mädchen konzentriert und dabei die Jungen vergessen? Oder berührt das Problem viel grundsätzlichere Fragen?

Denn das, was einst als typisch männlich galt, scheint heute nicht mehr zeitgemäß zu sein – weil sich die Gesellschaft gewandelt hat. Vielleicht ist das früher “starke” Geschlecht einfach nicht flexibel genug, um sich an die moderne Welt anzupassen.

Mehr noch: Womöglich sind Männer aufgrund ihrer archaischen biologischen Ausstattung dazu gar nicht in der Lage. Dann wären sie sozusagen ein Auslaufmodell.

Ähm… seit WANN konzentriert sich unser System in Deutschland auf Mädchen?

Muss man(n) sich FRAGEN, OB die ständige Umsorgung durch Frauen einen “negativen” Effekt auf die Entwicklung von Mädchen UND Jungen hat? Braucht man dafür Studien (reicht der eigene Verstand nicht mehr aus)?

Hinzu kommt ein weiteres Problem: In den vergangenen gut 30 Jahren wurden Mädchen speziell gefördert. Es gab zahlreiche Programme, um ihnen den Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Fächern zu erleichtern. Weibliche Rollenbilder sowie Klischees oder Hürden für junge Frauen im Schulalltag wurden abgebaut. Dagegen berücksichtigte man in den Lehrplänen und Unterrichtsmethoden nur wenig die Schwierigkeiten von Jungen – etwa ihre Schwächen beim Lesen und Schreiben -, ihre emotionalen Bedürfnisse und Interessen.

Wer bitte hat mit welchen PROGRAMMEN die letzten 30 Jahre Mädchen speziell gefördert? Die Aussage ist einfach nur SCHLECHT, so schlecht wie unser Schulsystem hier in Deutschland nun mal ist.  An Hochschulen etc. zählen Noten und es gibt / gab nie einen “Mädchenbonus”.

Das belegen unter anderem jahrzehntelange Studien der Universität Oxford an Tausenden von Kindern. Jungen, die ohne Vater leben, haben demnach häufiger ein geringes Selbstbewusstsein, gehen weniger gern zur Schule, neigen eher zu Depressionen oder Selbsttötungen und haben später ein größeres Risiko, kriminell oder obdachlos zu werden. Dabei reicht es an Zuwendung offenbar schon aus, wenn sich der Vater – etwa nach einer Scheidung – regelmäßig um den Sohn kümmert, auch wenn er nicht im selben Haushalt lebt. Stiefväter können ebenfalls einen positiven Einfluss haben.

Ach echt? DAFÜR braucht man eine jahrzehntelanges Oxford-Studie? Sind die Forscher alle komplett kinderlos oder hirnamputiert?

Andere Fachleute wie die Grundschulpädagogin Klaudia Schultheis von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt plädieren dafür, die Schulen so zu ändern, dass sich die Jungen wohler fühlen: ihnen mehr Pausen und Bewegung zuzugestehen sowie den Lehrstoff stärker zu strukturieren, ihnen mehr Gelegenheit zum Wettbewerb, mehr Anweisungen und klarere Rahmenbedingungen zu geben. Und sie verstärkt zum Bauen, Experimentieren sowie zum Hantieren mit technischen Geräten anzuregen.

Den Frauenüberschuss in der Erziehung hält Schultheis dagegen nicht für das entscheidende Problem: “Es ist bekannt, dass Jungen auf Männer anders reagieren, zum Beispiel aufmerksamer sind, und dass die Männer eine Vorbildfunktion haben. Aber wir wissen bislang nicht, ob es sich nachteilig auswirkt, wenn Jungen in der Grundschule nur von Frauen unterrichtet werden. Dazu gibt es kaum Forschungsergebnisse.”

Ich schäme mich schon, dass diese “Fachfrau” aus meiner Oberpfälzer Gegend (Eichstätt) kommt:

Mehr PAUSEN und BEWEGUNG für Schüler, das bräuchten ALLE Grundschüler, nicht nur die Jungen!

Klare ANWEISUNGEN und Rahmenbedingungen, das brauchen wohl ebenfalls ALLE Kinder!

Aber:

der Frauenüberschuss in der Erziehung wäre KEIN PROBLEM?

Klar Frau Schultheis, machen wir dazu noch ein paar Studien?

Sorry, ich geh mich erstmal übergeben nach dem moralischen Mistmüll hier…

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